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Neubau Einfamilienhaus „Hanhart“
Cham ZG
2007


 Die Aufgabe bestand in der Suche nach einer adäquaten und zeitgenössischen Gebäudeform für das Thema Einfamilienhaus im ländlichen Raum. Das Resultat ist eine Möglichkeit durch einen reduzierten Ausdruck in Form und Material eine Zurückhaltung zu üben und dadurch Integration in einen subtilen Landschaftsraum zu bewirken.
Der Neubau liegt isoliert in der Landwirtschaftszone und ersetzt ein baufälliges Wohnhaus mit Schopf aus den Fünfzigerjahren. Das bestehende Wohnhaus wurde nebst dem schlechten baulichen Zustand auch als typologisch „fremd“ empfunden. Auf dieser Basis wurde eine Gebäudetypologie gesucht, die eine Beziehung zum landwirtschaftlichen Landschaftsraum aufzubauen vermag, ohne als Kopie eines 
Bauernhauses oder Stalles gelesen zu werden.
In Anlehnung an Oekonomiegebäude wurde eine einfache, langgestreckte Baukörperform mit einem symmetrischen Pultdach gewählt. Das klar geschnittene Volumen des Gebäudes erzeugt im Kontext zu der erhaltenswerten Nussbaumgruppe eine starke Haltung in diesem offenen Freiraum.
Beim Oberbau bestehen Boden, Wände, Decken und Dach aus vorgefertigten, immer gleich starken Holztafeln aus Holzwerkstoffplatten, welche sichtbar belassen wurden. Vom Terrain abgesetzt, lagert der Holztafelbau einer Unterkellerung rsp. auf Streifenfundamenten aus Stahlbeton. Bei der Wahl der Konstruktionselementen sowie der Aussenhaut wurde stets auf die angestrebte Einfachheit Wert gelegt.
Die „all-over“ Eindeckung von Wand und Dach mit dunklem Welleternit unterstützt die Absicht eines präzise in die Landschaft gesetzten kompakten Baukörpers. 
Die umgebende Wiesenlandschaft wurde ohne Materialwechsel bis an das Gebäude herangezogen, was die Einbettung in den Freiraum unterstützt.