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Schulanlage Lindenfeld Eschenbach LU
2018

 

 

Das bestehende Ensemble der Schulanlage aus den Jahren 1970 bis 1989 ist locker um einen in der Höhe gestaffelten Hof gruppiert. Die bestehenden Schulbauten werden nicht verändert. Der geplante Neubau markiert den Zugang in den Hof von der Lindenfeldstrasse und folgt der funktionalen Logik des Ensembles. Der Haupteingang liegt wie bei den anderen Gebäuden am Schulhof.

Zwischen dem Neubau und der Turnhalle entsteht ein grosszügiger gedeckter Durchgang zum Sportplatz, der auch als Pausenhof genutzt werden kann. Hierfür werden die Nebengebäude der Turnhalle abgebrochen und neu organisiert. Für das bestehende Kugelstossfeld wird bei Bedarf ein neuer Standort gefunden.

Durch den ökonomischen Umgang mit der Landreserve kann der Park im Osten der Anlage weiterhin als solcher genutzt werden.

Die neuen Lerngruppen entstehen auf drei quasi identischen Geschossen mit Hauptausrichtung nach Nord/West bzw. Nord/Ost. Jede Lerngruppe verfügt über ein Lernstudio mit direktem Zugang zum Gruppenraum. Das Inputzimmer stellt ein konventionelles Klassenzimmer dar und ist auch mit dem Gruppenzimmer verbunden. Auf jedem Geschoss bildet ein ausgeweiteter Vorraum die Möglichkeit für offenes Arbeiten und Begegnen (Partner- und Gruppenarbeit). In der Vorzone der Unterrichtsräume befinden sich die abschliessbaren Garderobekästen für die Schüler. Die Flächen sind kompakt angeordnet, und durch die klare Struktur bei Bedarf flexibel anpassbar. Durch die klare Trennung zwischen tragenden und rein trennenden Bauteilen wird eine hohe Flexibilität in der Raumaufteilung begünstigt. So ist die innere Tragstruktur aus Stahlbeton auf notwendige Mass reduziert und die weiteren Raumabschlüsse sind aus Leichtbau oder Metall. Die Anzahl der Nasszellen wird auf den minimalen Schulbedarf optimiert. Entsprechend sind in der Lerngruppe im Erdgeschoss keine Schülertoiletten, sondern Lehrer/IV-Toiletten vorgesehen. Eine Aufstockung des Neubaus ist technisch einfach umsetzbar und die planerischen Vorkehrungen werden (Statik) werden getroffen. Im neuen unbeheizten Anbau an die Turnhalle sind als Garagen konzipiert der Abwartsraum und der Aussengeräteraum mit der Möglichkeit für einen Aussenkiosk, sowie die Räume für Entsorgung, Lüftungstechnik und Elektrotechnik untergebracht. Der gedeckte Zwischenraum ist für verschiedene Aussennutzungen universal nutzbar und wird durch drei Oblichter zusätzlich belichtet.